-> Dioramen-Bau


An dieser Stelle möchte ich zeigen, wie ich beim Dioramenbau vorgehe. Dies ist natürlich nicht der Weißheit letzter Schluß. Dies ist der Weg, den ich persönlich als einen der guten Vorgehensweisen halte. Aber schaut selbst, ob man hier noch etwas an Erfahrung mitnehmen kann! Es würde mich freuen.


Als ich meine Anlage abbauen mußte (wegen Umzug) blieben viele Gebäude und andere Materialen Jahre im Schrank verborgen. Irgend wann wird auch dieser Platz benötigt. Ein Verkaufen kam nicht in Frage, da kaum annähernd ein gerechter Preis erzielt werden kann. Da Platz bei mir Mangelware ist, habe ich mich entschlossen Dioramen in der Größe A4 und A3 zu bauen, so das sie in ein Regal oder eine Vitrine passen.

Nun, einige Gebäude zusammenstellen, die eine glaubhafte Umgebung ermöglichen. Gleise auf den Tisch und eine Unterlage auf der das Diorama erstellt werden soll. Hierfür benutze ich Bastelholz in den Größen A4 und A3. Darüber hinaus Untertapete 3 mm (aus den Baumarkt) für den Unterbau, das mit Holzleim direkt auf das Holz geklept wird.

Dann eine Stellprobe! Umrücken, neu stellen und immer wieder verschieben, bis ein natürliches Gesamtbild entsteht. Da ist natürlich die eigene Fantasie gefragt.

Endspricht das Gesamtbild meiner Vorstellung, werden Gleise und Gebäude markiert. Höhenunterschiede werden ebenfalls eingezeignet. Und dann wird alles wieder herunter genom- men.

Die Gleise werden nun mit Secundenkleber entsprechend den Markierungen aufgeklebt. Dabei darf die Untertapete nicht beschädigt sein, da sonst der Kleber sie auflöst! Anschließend erstelle ich die Erhöhungen mit einem Gips/Wasser/Leimgemisch. Der Leim, den ich dem Wasser zusetzt (5 teile Wasser, 1 teil Leim) setzt die Brüchigkeit des Gipses herunter!

Anschließend das ganze gut durchtrocknen lassen. Nach den Durchtrocknen bekommt das ganz einen schwarzen Anstrich mit Dispersionsfarbe. Auch dieser sollte gut durchtrocknen!

Nun werden die Gleise eingeschottert. Dafür habe ich Schot- ter von Faller verwendet, da er recht gut aussieht. Aufstreu- en, zurecht schieben und dann mit einem Wasser/Leim/Spüli- Gemisch (3teile Wasser, 1 teil Leim und einen tropfen Spüli) eintreufeln.

Den Kohleberg, sowie den Kohlebansen habe ich mit Leim (unverdünnt) eingestrichen und dann mit groben Vogelsand bestreut. Der Vogelsand ist etwas gröber als der Schotter, was hinterher die Gläubwürdigkeit der Kohle fördert.

Alles was nach Kohle aussehen soll wird nun ebenfalls mit schwarzer Dispersionsfarbe eingestrichen. Dabei sollte pein- lich darauf geachtet werden, das keine Stelle übersehen wird. Es wirkt hinterher sonst sehr merkwürdig, wenn helle Stellen zwischen der Kohle sichtbar sind. Falls die Farbe nicht das erste mal deckt, ruhig mehrfach streichen!

Wege und Strassen bekommen nun auch ihren betonfar- benden Anstrich.



Und immer wieder zwischen durch eine Stellprobe der Ge- bäude!












Jetzt ist ein gutes vorstellungvermögen gefragt. Um den Un- tergrund unter dem wild wuchernden Gras zu schaffen, wird unregelmäßig ein Erdbraun bis Hellbraun aufgetragen.

Nach dem Durchtrocknen kann endlich begrast werden.

Zum Begrasen, gleich in welcher Spurgröße, verwende ich einen "Gras-o-mat"! Der Grasomat ist ein Hochspannungs- gerät, welches Gräser statisch auflädt und in den Untergrund schießt. Dazu muß der Untergrund mit einen leitenden Kleber bestichen werden. Auch hierfür verwende ich leicht verdünn- ten Holzleim Express.

Damit keine zu dichten und geschlossenen Flächen entsteh- en, wird der Untergrund unregelmäßig mit Lücken bestrichen. Anschließend wird der Grasomat mit den Untergrund verbun- den. Mit leichten Klopfen am Grasomat das Gras auf den Untergrund streuen.

Links könnt Ihr das Ergebniss sehen.

Das Gras steht aufrecht auf dem Untergrund. Ein tolles Ergeb- niss!


Nun fehlt noch die Beleuchtung und ein paar Wagen und Loks, fertig!


Ach ja, dieses Diorama ist in Spur Z (Maßstab 1:220)!


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